Toskana


Wir haben mal wieder etwas anderes als die Heimat gesehen und waren damit unterwegs

5 Tage unterwegs

Am 7. Oktober fuhren wir mit Freunden Richtung Italien. Die Aussicht auf 500 km Autobahn war mir anfangs nicht geheuer, da die Strecke auch mit dem Auto schon lange erscheint. Allerdings fühlte es sich mit dem Wohnmobil dann nicht so schlimm an. Während der ersten 200 km hatte ich noch Orientierung, aber danach wusste ich nicht mehr so ganz genau wo wir uns befanden.

Das Ziel des ersten Tages war La Spezia an der ligurischen Küste um am Montag dann die Cinque Terre zu besichtigen. Not amused war ich nur darüber, dass der Akku meines Telefons eine Pause brauchte und auch der des Fotoapparates…:-(

Häfen und Wasser sind für mich stets ein erfreulicher Anblick und auch der Fußmarsch vom Parkplatz zu den Restaurants macht mir nichts aus. Schließlich bin ich im Urlaub (und vorher gefühlte 10 Stunden im Auto gesessen) und Cindy freute sich auch auf etwas Bewegung. Wäre es nach mir gegangen, hätte ich mir den Hafen auch noch angesehen (seit Athen bin ich fasziniert davon), aber die anderen hatten schon Hunger (oder vielmehr Lust auf vino rosso).  Wir hatten uns etwas mehr an Restaurants und Bars vorgestellt, aber sind dann doch fündig geworden und bezogen einen Tisch inmitten der Fußgängerzone. La Spezia ist eine nette Kleinstadt (ungefähr so groß wie Klagenfurt) mit kleinen Gassen und winzigen Geschäften und Lokalen.

Am nächsten Morgen dann wieder ein Fußmarsch quer durch die Stadt um zum Bahnhof zu gelangen. Wieder einiges zu entdecken…..

In die Cinque Terre gelangt man nur per Bahn, Schiff oder zu Fuß (die vorhandene Straße ist ein eigenes Kapitel) und innerhalb weniger Minuten  erreichten wir das erste Dorf. Enge Gassen und viele Stufen…jedoch mit einem  atemberaubenden Ausblick auf das Meer.

Danach weiter nach Manarola und anschließend nach Vernazza (das Dorf Corniglia mit seinen 400 Stufen haben wir ausgelassen). Außerhalb der Gassen konnte Cindy sich auch etwas austoben und schlummerte dann während des Mittagessens friedlich unter dem Tisch. Das Essen war grandios und mit Blick aufs Wasser. Hausgemachte Linguine mit Krabbensauce….ein Gedicht (auch die Gerichte der anderen…wieso gibt´s das in Zeiten der Globalisierung nicht auch bei uns ?).

Der letzte Ort war dann Monterosso und den Rückweg wollten wir eigentlich mit dem Schiff antreten. Bei zwei Stunden Fahrt inkl. Umsteigen war uns das dann doch zu lange und wir entschieden uns für 20 Minuten Bahn (schließlich mussten wir ja auch noch zurück zum Wohnmobil…..Marschleistung an diesem Tag ca. 20 km, aber dafür kann man schlemmen ohne ein schlechtes Gewissen zu bekommen).

Am Abend sind wir dann die Küste entlang gefahren um noch einmal am Meer essen zu können. Zumindest haben wir uns das so vorgestellt. Leider ist am 30. September Saisonschluss und die meisten Restaurants waren geschlossen. Haben dann aber trotzdem etwas gefunden und ganz gut gegessen.

Nächsten Morgen in strömendem Regen (ich hab gar nicht gewusst, dass es in dieser Gegend mehr Regen gibt als bei uns) aber mit aufgeladenem Akku

In San Gimignano haben wir uns dann auf eine Rastplatz gestellt und Wein getrunken (darf im Urlaub ja schon mal vorkommen) weshalb wir von dieser Stadt nicht allzu viel gesehen haben. Was ich dort gelernt habe, ist dass angeschriebene Preise in Trafiken nicht besonders viel zählen und man nur das Restgeld bekommt, das die Verkäuferin beliebt zu geben. Gestritten haben wir uns dort auch, aber die Erkenntnis dieses Streits gehört in einen anderen Artikel (fällt in die Kategorie „Vom Loslassen & Finden“ und hat mit Synchronizität zu tun).

Der folgende Tag war überschattet von Kopfschmerzen (zumindest bei den Fahrern der Wohnmobile – ich bin ja beim Rotwein geblieben) und begann dann erst um Mittag (die Fahrt ging erst so spät los….ich schreibe ja schon in aller Früh) und führte in die Hügelwelt der Toskana. Beeindruckt haben mich die Zypressen ansonsten habe ich mit der ländlichen Gegend nix am Hut. Nicht einmal schöne Häuser gab es. Am Abend dann endlich wieder Zivilisation und halbwegs normale Preise (die Weinbauern verkaufen sich ganz gut und man trifft einen Haufen Amerikaner…..deshalb kostet der Wein gleich dreimal so viel….von wegen Idylle am Land)

Außer dem Olivenbaum, dessen an die Wand angepasster Topf mir gefallen hat, fotografierte ich noch eine Toilette (deren witziges Erscheinen sich aber auf den Bildern nicht wiederfindet….leider). Greve in Chianti hieß der Ort und es war unser letzter Abend (und mit nur einem Glas Wein)

Der nächste Tag begann dann mit einem Frühstück auf dem Rastplatz und der Entscheidung wir wir nach Hause fahren würden. Florenz hätte ich noch gerne gesehen, aber Inge und Christian wollten früher zu Hause sein. Ich war vor Jahren (noch zu Schulzeiten) einmal dort und hätte Klaus gerne die schönen Häuser gezeigt (ein Grund, wieder einmal ein Flugzeug zu besteigen und drei Tage Kultur zu genießen……).

Stehen geblieben sind wir dann erst nach Venedig …… zum Shoppen (wobei wir uns nur Schuhe gekauft haben….jeder ein Paar) und dann erst war der Urlaub für uns komplett. Und seien wir uns doch mal ehrlich….die italienische Mode gehört schließlich auch zur Kultur (und wer freut sich nicht über ein Schnäppchen, wenn der Preis dafür zu Hause unerschwinglich ist ?)

Klaus hat mit seinem Handy etwas mehr Fotos gemacht und sobald ich mich mit der Funktion des Herunterladens auseinandergesetzt habe, folgt noch etwas an Bildmaterial.

Alles Liebe und bis bald

…..endlich die Bilder dazu

chianti-ohne-weinchiantigenervt

 

Mittagessenhoch-obenLandschaftidealer-WohnorthungrigMontagmorgennoch-nicht-genug

Tatendrang

was-solls

stufen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dies ist das Autorenblog von Caroline, die nicht nur ihre Kreativität auslebt, sondern ihr Unwesen auch als Kolumnistin mit Vorliebe für Politik treibt und süchtig danach, ist Wörter aneinanderzureihen. Vorwiegend für Fachartikel im Bereich Gesundheit und Wirtschaft. Mit dem Umstand, dass dadurch ihr erster Roman erst irgendwann fertig wird, hat sie mittlerweile gelernt zu leben.

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