Ausmisten x.Versuch


…oder wieso ich mich von manchen Jacken partout nicht trennen wollte, obwohl ich sie lange nicht mehr getragen habe und auch wusste, dass sich daran in Zukunft nichts ändern wird. Tatort der Dringendloswerdenwill war da:

Aussortieren was ich nicht mehr mochte, war das eine und als auf dem Bett dann das Chaos herrschte, verließ mich der Mut (erkennbar daran, dass ich den dringenden Wunsch verspürte, mich mit einer Zigarette an die frische Luft zu verziehen).

 Der schwierige Teil bestand nun darin, dass ich mich mit jedem Stück einzeln auseinandersetzen sollte/musste/wollte (oder war die Reihenfolge doch anders?).

Da gab es früher eine Zeit zu derer ich Hosenanzüge über alles liebte. Die Betonung liegt auf früher und „früher“ ist mehr als 5 Jahre her. Blazer mag ich noch immer, aber davon nur einen. Diese Teile sind weder kaputt und Geld haben sie auch gekostet – Standardargument gegen das Aussortieren (was kostet es mich, wenn sie weiterhin im Kleiderschrank vor sich hindümpeln?). Zwei komplette, schwarze Hosenanzüge, einer halb komplett (weil ich Hose und Jacke damals separat gekauft habe) und ein halber, weil sich die Hose in der anderen Wohnung befindet.

Ein violettes Kostüm kann sich nun auch nicht mehr wehren; dass es elegant und witzig zugleich ist, hilft ihm nun auch nicht mehr und auf welche Gelegenheit es noch einmal anzuziehen warte ich da (wenn´s soweit ist und mir nach violett, wird sich schon eine Boutique finden).

Ein grüner Blazer der 2005 fast das Einzige war, das zu meinen knallroten Haaren passte (Haarefärben geht etwas schneller als shoppen) und ein grauer Hosenanzug den ich genau einmal getragen habe (was im Zusammenhang mit einem kleinen NLP-Experiment bestand).

Nach den Klassikern verließ mich abermals der Mut, aber dieses Mal gönnte ich mir keine Überlegs-Nochmal-Zigarette .

Röcke (ja so etwas besitze ich auch) : Sogar ein Trendteil des heurigen Winters befand sich darunter – Bleistiftrock. Einer wanderte vom Wäschekorb wieder zurück, denn den mochte ich ganz gerne und die Unbenützbarkeit liegt ausschließlich am Schuhbandproblem (es sind genau ein Paar Schuhe passend und die brauchen seit einem Jahr neue Schuhbänder). Der Burberry-Mini ist auch ein heikles Thema nachdem er mir vor 8 Jahren ein enorm schlechtes Gewissen bereitet hat, indem er mein Studentenbudget doch sehr strapaziert hat. Er durfte bleiben, aber nur wenn ich ihn regelmäßig ausführe (und das bedeutet mindesten zweimal im Monat). Sonst muss er sich im Frühjahr eine andere Bleibe suchen. Das schwarze Kleid aus Athen bekommt die gleiche Schonfrist (wobei mir da noch mehr einfällt als zum Minirock).

Beim Abtransport aus der Wohnung stolperte ich noch über fast nagelneue Ballerinas (die beim 5. Mal tragen noch immer nicht bequem waren) und nahm die auch gleich mit. Die Sportsachen (die ich ganz sicher noch brauchen werde, auch wenn es im Moment nicht so aussieht) mussten dann auch noch neu untergebracht werden und da gab es ein Kast´l mit allerhand Zeugs, vor allem Unmengen an Strumpfhosen und von denen mag ich nur diejenigen aus Microfaser (allein schon wegen dem Material war da gleich um einiges mehr Platz). Ein Tuch von Escada befand sich auch darunter (die Schalabteilung schrumpfte dann auch gleich), die Trennung davon fiel mich aber nicht so schwer, weil ich es in der Parfumerie mal geschenkt bekam. Naja und die Farbe ist auch nicht so mein´s (also falls jemand ein Faible für violett hat….).

Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass ich den Kleiderschrank aufatmen hörte (oder war das ich ?) und ich konnte den Sonntag zu genießen beginnen.

Alles Liebe und bis demnächst

Dies ist das Autorenblog von Caroline, die nicht nur ihre Kreativität auslebt, sondern ihr Unwesen auch als Kolumnistin mit Vorliebe für Politik treibt und süchtig danach, ist Wörter aneinanderzureihen. Vorwiegend für Fachartikel im Bereich Gesundheit und Wirtschaft. Mit dem Umstand, dass dadurch ihr erster Roman erst irgendwann fertig wird, hat sie mittlerweile gelernt zu leben.

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