Synchronizitäten


Was diese sind, wurde vor etwas längerer Zeit von CG Jung folgend erklärt: „…zeitlich korrelierende Ereignisse, die nicht über eine Kausalbeziehung verknüpft sind.“ Einfacher ausgedrückt,  nichts anderes als scheinbare Zufälle. Scheinbar deshalb, da es Zufälle gar nicht gibt.

Vor ca. 2 Jahren war ich ausgesprochen unzufrieden mit einem Architekten. Ein Gebäude muss für mich nicht nur zweckmäßig und funktionell sein, sondern auch etwas gleichschauen. Der beauftragte war (sicher ist er es noch immer) jedoch äußerst minimalistisch und ritt auf jedem Qadratzentimeter herum, denn es half seiner Meinung nach, Geld zu sparen. Unter anderem sind mir sind Fenster in jedem Raum wichtig, auch auf den Toiletten (es handelt sich um ein Betriebsgebäude) und so diskutierten wir stundenlang darüber, ob eine Belüftung auch ausreichte. Er hat es dann doch, wenn auch mit  Widerwillen geschafft, dies so zu planen. Endgültig sauer war ich jedoch, nachdme Folgendes passierte: Ich entwarf eine grobe Skizze, wie mir die Raumaufteilung vorschwebte und die sah ein Bad mit Fenster vor aus dem ich auf einen Minibalkon mit Blumen blicken konnte, wenn ich in der Badewanne lag und ein begehbarer Kleiderschrank zwischen Bad und Schlafzimmer. Entworfen hat er dann: ein Bad mitten in der Wohnung und das Fenster bestand aus einer Lichtkuppel über der Badewanne. So, wo ist bei einer Lichtkuppel der von ihm so hoch gelobte Spargedanke und außerdem wollte ich nicht Sternderl schaun, sondern grüne Pflanzen. Ich kündigte, zumindest gedanklich, die Zusammenarbeit und verlautbarte gegenüber meinem Mann den Wunsch nach einer Frau mit der ich zusammenarbeiten wollte. „Weißt Du eigentlich was das kostet?“, kam es aufgebracht zurück. Ich beschäftigte mich nicht weiter damit, denn so dringlich war die Planerei zu diesem Zeitpunkt nicht, da es lediglich um die Zusammenlegung zweier Gebäude in der Zukunft ging. Einige Monate später erhielten wir den Anruf eines Bekannten, der nachfragte ob wir einen Aushilfsjob für seine Tochter hätten. Ja, den hatten wir und zwischen all dem Stress, währenddessen wir zusammenarbeiteten, stellte sich heraus, dass Bethina Architektin war. Der Rest ist Geschichte und Ihr könnt Euch vermutlich denken, dass diese Zusammenarbeit sehr gut funktioniert.

Im Laufe der letzten Jahre begegnete ich einigen „Zufällen“ dieser Art, aber das wäre dann doch zu viel für einen Post. Jedenfalls nehmen wir Synchronizitäten eher wahr, wenn wir mehr Bewusstsein für eine Gesamtheit entwickeln und wir sollten uns auch nicht gegen sie wehren, sondern annehmen. Auch dann, wenn sie uns im ersten Moment traurig und als Gemeinheit gegen unser glückliches Selbst erscheinen.

Alles Liebe und bis bald

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