Rezept gegen Jungakademikerarbeitslosigkeit


präsentiert von Herrn J. aus Villach in einem Leserbrief anlässlich der täglichen Abwanderung 9 junger Kärntner mangels Zukunftsperspektive:

Herr J. ist der Auffassung, dass die arbeitslosen Akademiker selbst schuld an ihrer Misere wären, da sie schließlich unter der großen (?) Anzahl der angebotenen Studienrichtungen die ihnen gelegene wählen. Er stellt bzw. unterstellt seine Meinung der Bevölkerung, dass diese die Intelligenz der Studienanfänger in Frage stellen womit ich die Frage stellen muss, ob die Studienwahl eine Entscheidung der Intelligenz oder die der persönlichen Neigung ist. „Geisteswissenschaften“ spricht er an, als besonders stark frequentierte Fächer, Psychologie meine ich aus seinen Zeilen lesen zu können auf die er die starke Frequenz zu reduzieren versucht. Sollte er doch froh sein, dass dem so ist. Würden nämlich Maturanten mehrheitlich auf sein Patentrezept, eine Studienrichtung ausschließlich aus dem Gesichtspunkt der Arbeitsplatzgarantie eingehen, wären diese „Geisteswissenschaftler“ nämlich mehr als gefragt (oder Mediziner mit Fachrichtung Psychiatrie). Das Verfolgen eines uns widerstrebenden Tuns führt nach Ansicht vieler Experten geradewegs in einen Erschöpfungszustand dem man fast ausschließlich mit Hilfe von Absolventen der von ihm als solche bezeichnete, realitätsleugnenden Studienrichtung entrinnt. Wollen wir nun hoffen, dass sich Studienanfänger weiterhin für ihre Interessen und Begeisterungen entscheiden, damit wir nicht als Land der Mittelmäßigkeit enden.

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