Molly & Happe


Molly war angezogen und wartete auf den Aufbruch. Ungeduldig wanderte sie vom Sessel in ihr Zimmer und wieder zurück, dann in die Garderobe und schließlich blieb sie bei ihrer Mama in der Küche stehen: „Wann gehen wir endlich los?“

„Ich bin gleich fertig und wieso gehst du nicht schon voraus und wartest mit Opa im Garten? Sonst wird dir später noch kalt, wenn du jetzt schon mit der Jacke herumläufst.“

„Meinetwegen“, murmelte Molly „Aber bitte beeil dich, weil sonst kommen wir zu spät.“ Sie lief in ihr Zimmer und holte Happe, der auf dem Bett wartete. Sie nahm ihn unter den Arm und lief die Stiege hinunter zu ihren Großeltern in die Küche. „Hallo“ schrie sie, als sie die Küchentür aufmachte und lief gleich auf der anderen Seite des Raumes wieder hinaus ins Freie. Keiner war da. „Sind die etwa schon im Wald?“ fragte sie Happe. „Wieso gibt’s du mir nie eine Antwort?“

„Die sind noch nicht weg. Deine Omi ist im Garten und Opa hat etwas in die Garage getragen. Bleib locker! Außerdem ist deine Mama auch noch nicht da und ich gebe dir Antworten, wenn du sie brauchst.“

Molly lief in den Hof und begegnete ihrem Opa. „Na, bist du schon fertig?“

„Ich schon, aber Mama noch nicht. Keine Ahnung warum sie so lange braucht. Ihren Kaffee hat sie schon lange getrunken und mit der Zeitung ist sie auch schon fertig. Sie trödelt.“

„Sie wird schon kommen und heute ist Sonntag. Da darf sie es auch langsamer angehen“, gab ihr Opa zurück.

Molly ließ sich nicht beeindrucken und stapfte zu Omi in den Garten. Sie wollte vor dem Spaziergang noch ein Radieschen essen, frisch vom Garten und selber herausgerissen. Sie schlich sich an ihrer Omi vorbei und marschierte geradewegs zum Radieschenbeet. „Omi, darf ich bitte ein Radieschen essen?“

„Ja, aber schau dass du eines erwischt, das schon größer ist und reiß nicht die kleinen mit heraus.“

Molly hockte sich auf die Erde und begutachtete die Radieschen. Sie hielt mit ihren kleinen Fingern die grünen Büschel auseinander und versuchte herauszufinden welches Radieschen schon groß genug zu essen war. Sie bereute, dass sie Happe an der Gartentür abgesetzt hatte, denn er hätte ihr dabei bestimmt helfen können. Dann zog sie eines heraus und es hatte tatsächlich eine essbare Größe. Für Molly jedenfalls. Sie beschloss, das Radieschen zu essen ohne es vorher ihrer Omi zu zeigen. Sonst hätte die vielleicht noch gesagt, dass das Radieschen noch zu klein war. Sie ging zum Wasserhahn und spülte die Erde ab. Ganz schön scharf was die klein rote Kugel, aber das machte nichts. Molly liebte frisches Gemüse aus dem Garten und ab und zu half sie auch das Unkraut zu jäten. Ab und zu aß die dann auch gleich etwas. Sie drehte sich um, weil Happe nach ihr gerufen hat und sah dabei auch, dass ihre Mama schon da war. Dann konnten sie ja endlich losgehen.

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