Blockaden


sind so eine Sache, die einen an vielem hindern können. Mein Roman zum Beispiel ist so ein Opfer von Blockaden oder besser gesagt war eines. Wieso suchen uns Blockaden überhaupt heim und was steckt dahinter? Nein, es ist nicht Faulheit wenn man es hinausschiebt sich vor den PC zu setzen um ein Kapitel zu schreiben. Angst ist der wahre Grund. Alberne Gründe und unbegründete Angst. Bei mir war es die Angst vor dem Fertigwerden. Keine Ahnung warum. Vielleicht schwirrt irgendwo in meinem Kopf der Satz herum: “ Wieso bringst Du das schon wieder nicht zu Ende?“ Habe ich zwar schon lange nicht mehr gehört, ist aber trotzdem drin und so viel Unvollendetes gibt es nicht in meinem Leben eigentlich gar nicht und was bedeutet eigentlich „nicht fertig“ ? Ein Bild ist auch nie fertig, sondern endet an einem interessanten Punkt.

Beim Roman hatte ich allerdings ein Problem und ich wusste, dass er tatsächlich nie fertig werden würde, wenn ich stets nur davon redete an einem Roman zu schreiben, aber lediglich in Gedanken die Kapitel und Szenen ordnete anstatt diese auch zu Papier zu bringen. Ich verglich dann eines Tages den Roman mit einem langen Fußmarsch, den man nicht in einem Tag beschreiten kann. Man teilt sich die Etappen auch ein und geht jeden Tag ein paar Kilometer. Wieso nicht dieses Prinzip auf den Roman umlegen und nicht immer diese Bild mit dem Roman vor Augen zu haben, der aus 80.000 Wörtern besteht. Täglich eine Viertelstunde schreiben, zu einem fixen, vorher mit mir alleine vereinbarten Zeitpunkt. 300 Wörter schaffte ich in dieser Zeit und eines Abends plante ich ein größeres Zeitfenster von zwei Stunden ein, die ich für mich alleine haben wollte. Ich war nicht die vollen zwei Stunden mit dem aneinanderreihen von Wörtern beschäftigt und habe diverses recherchiert,  war dreimal in der Küche um zu rauchen und ging mit dem Hund schnell eine kleine Runde, aber irgendwann bemerkte ich, dass es nur mehr 200 Wörter waren bis ich 1000 geschafft hatte. Mein Ehrgeiz wuchs und ich schrieb;  1003 Wörter hatte ich dann. Leidiges Thema wurde einen Tag später in den Morgenseiten noch einmal aufgenommen und da kam mir die Idee, dass ich das jeden Tag so machen könnte. Damit die Motivation nicht sank, weil ich einmal wirklich nur eine Viertelstunde schrieb, machte ich ein Wochenziel mit 5000 Wörtern aus und ich weiß, dass ich dies ohne weiteres schaffen konnte, denn wenn ich am PC sitze, schreibt sich die Story fast von alleine und ich will ohnehin nur schwer aufhören.

 

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