Spiegel deines anderen Ichs


Da wurde ich gefunden. Von einer Person die meilenweit entfernt ist. Natürlich bin ich neugierig und will wissen wer diese Bloggerin ist. Sie schreibt, wie ich. Für mehr als mich bei ihr zu bedanken, dass ihr mein Blog gefällt und sie ihn regelmäßig liest, fehlt mir im ersten Moment die Zeit und auch im zweiten. Dieses Ereignis erreichte mich an einem Freitag quasi am Beginn meiner Arbeitswoche und nach einem Donnerstag, der mehr Fragen als Antworten aufwarf. Frau verschiebt, oder besser gesagt will genauere Betrachtung auf einen späteren Zeitpunkt verschieben.

Mehr noch als dem Inhalt, war ich der Verfasserin auf der Spur. Wer ist der Mensch hinter den Geschichten? Immer wieder fand ich den Weg auf ihre Seite und hinterließ schlussendlich einen Kommentar, der Rätsel hervorrief. Kein Wunder wenn man die Gedanken eines gesamten Wochenendes in einen Satz zusammenzufassen versucht.

„Waren wir früher Eins und leben nun in getrennten Körpern?“

Sie beschreibt sich auf eine witzige Art und Weise von der ich mir wünsche in mein Bewusstsein zu treten, wenn ich sie bräuchte. Und ich erkenne mich wieder. Die Affinität zu Eye-Linern (ja, auch wenn der getreue Leser dies vielleicht nicht vermuten würde – ich habe auch meine „dunklen“ Seiten). Bis zu diesem Sonntag glaubte ich zu wissen, dass man die Vorliebe für Eye-Liner (und ich bin mir sicher, dass damit die Pinselvariante gemeint ist und jegliche Stiftform verabscheut wird) keine sonstigen Anhänger hat. Ein Foto mit dunklem Nagellack, Nähmaschinenführerin (mache ich nur sehr selten, habe aber in grauer Vorzeit gelernt damit umzugehen und war Teil meiner Ausbildung) und acrylfarbenabhängig. Kann man von Acrylfarben wirklich abhängig sein? Ich bin überzeugt davon, dass ein Großteil meines Seelenwohls von diesen Farben abhängig ist, da ich Gefühle in Bilder umzusetzen gelernt habe und mich den Tritten in den Hintern nicht mehr widersetze.

Das Wortkonvolut betrachtend, sah ich mich. Ein paar Jahre jünger und mit einem Unterschied: sie ist Mutter einer Tochter und dieser Umstand führte mich zu einer Frage, die sich jeder im Laufe seines Lebens ein- 0der mehrmals stellt. Wie sähe mein Leben heute aus, wenn ich mich damals anders entschieden hätte? (was aber nicht bedeutet, dass ich gewisse Entscheidungen bereue, sondern nur lange gesuchte Antworten bekomme)

Dann kam heute Vormittag noch dazu, dass ein Lied im Autoradio an einer bestimmten Stelle zu spinnen begann und ich wahllos in den MP3´s klickte bis ich bei Snow Patrol stehenblieb. Es ließ mich nicht mehr los und seit ich zu Hause bin schreibe ich wie eine Verrückte und mache mich daran, alle Fragen zu beantworten die seit ein paar Tagen von scheinbaren Zufällen aufgeworfen wurden.

Blogsignatur

 

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