Spargeleröffnung


Ein komischer Zufall (?) wollte es, dass ich (nichtsahnend) an der diesjährigen Spargeleröffnung teilnahm. Mit dem mir Angetrauten fuhr ich also in den nächstgelegenen Bezirk und freute mich auf ein gutes Essen, mehrgängig und mit Weinbegleitung. Bekannt ist dieser Ort für den Wintersport und ich war sozusagen einigermaßen überrascht, dass sich dort im Frühling auch etwas abspielen sollte.

Der Ort des Geschehens war so was von herzig, mit einer wunderschönen Parkanlage und ich muss gestehen, dass ich diese kitschigen Begebenheiten überaus mag. Beim ersten Anblick des Gebäudes war ich bereits hin und weg. Putzig.

Nach dem Eröffnungsempfang suchte man sich also seinen Tisch und ließ den Abend seinen Anfang nehmen. Cremé Brulee zur Vorspeise ist sehr gewagt, erlaubte ich mir zu denken und wartete gespannt auf den Teller. Der leicht süßliche Geschmack passte ausgesprochen gut zum Schinken, wobei ich ohnehin ein Fan von komischen Kombinationen bin. Die Suppe dann, die ich grundsätzlich in der Spargelzeit überall koste, weil ich einfach neugierig bin. Neugierig deshalb, weil es da einen Koch gibt, der sie himmlisch zubereitet (mir aber trotz allen möglichen Androhungen nie das Rezept verriet) und ich wissen will, ob da irgendwo eine Zubereitung auch nur in die Nähe kommt. War der Fall, in die Nähe, ziemlich nah sogar.

Der Hauptgang dann: Schweinsrücken in Portweinjus mit Spargel. Das Ferkel kam im Heubett daher und der erfahrene Esser weiß, dass so ein Schweinsrücken ziemlich oft als trockene Angelegenheit daherkommt. Nein, zart rosa und wunderbar, alles andere als trocken. Ja, diese Küchenmannschaft versteht etwas von ihrem Handwerk, meine Hochachtung. Auf das Dessert habe ich mich riesig gefreut, weil ich ein Rhabarberfan bin und wartete sehnsüchtig auf den süßen Abschluss. Spargelpudding oder Mousse vom Spargel, wie es besser klingt mit Eis und Rhabarber. Welchen Hauptbestandteil das Eis hatte, konnte ich nicht eruieren, aber der Pudding war gut. Einzig der Rhabarber war so winzig, dass er unter ein Minzblatt passte. Ok, das ist jetzt nicht die Tragödie und die Komposition wäre mit mehr Rhabarber eh erschlagen worden. Er war aber gut und der erste in diesem Jahr, weshalb ich da auch ohne Weiteres eine ganze Schüssel essen hätte können.

Was mir noch besonders ins Auge fiel, war die Liebe der Wirte und der Servicemitarbeiter zu dem was sie da machen. Freundlichkeit im Service ist oder sollte ja selbstverständlich sein, aber das sah sehr nach wirklichem Herzblut aus.

Also: exzellente Küche und danke, dass ich das erleben durfte !

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