Nahrung für mein voyeuristisches Auge


Als ich da heute morgen, bewaffnet mit meinem Notizbuch, Füllfeder und Zigaretten ins Restaurant pilgerte, wo ich meine Morgenseiten zu schreiben pflege, sah ich es. Nun gut, es war Viertel nach sieben und um diese Zeit gehen öfter welche nackt zum Schwimmen (außer in der Hochsaison, wo man schon seeehr früh aufstehen muss.)

Der Faaker See wird jedes Jahr im September zu einem riesigen FKK-Plantschbecken, was einerseits an der Freiheitsliebe der Besucher liegen dürfte und andererseits daran, dass es fast alle machen, weil es in der Menschenmenge gar nicht auffällt. War ein schöner Anblick aus 50 Metern Entfernung, weil man auf diese Distanz nicht alles sieht, sondern Vieles nur erahnen kann.

Um halb zehn dann noch einmal Schwimmrunde und spätestens da wusste ich, dass es sich nicht um die Sorte der unentdeckt bleiben Wollenden der Morgenstunde handelte, sondern zu den Freiheitsbewussten. Ich habe nicht gespannt, sondern nur zu Kenntnis genommen, Gesehenes im Unterbewusstsein für zukünftige Texte abgespeichert und sonst nix, weil mir eher daran gelegen ist, mit dem Spiel des Verborgenen zu spielen.

Im Gegensatz zu dem Kajakfahrer, der wohl nicht zu Studienzwecken der Wasserpflanzen in Ufernähe so weit heranpaddelte und sich den Hals so sehr verrenkte, dass ich ihm für diese Unverfrorenheit des offensichtlichen Spannertumes einen Hexenschuss wünschte, der so weh tut, dass er solche Frechheiten nicht noch einmal macht und ewig daran erinnert wird

Lieber Herr Kajakfahrer! Sollten Sie in den nächsten paar Tagen aus welchen Gründen auch immer oder in der Hoffnung weitere Nacktbadende auf niederem Niveau zu bespannen, habe ich keine Scheu, meine Superzoomkamera auszupacken und Ihr Gesicht in Nahaufnahme abzulichten. So weit könnten Sie gar nicht weg sein und sogar, wenn Sie Badende am anderen Seeufer beobachten, kann ich Sie dabei beobachten!

Es tragen sich, so nebenbei bemerkt, noch andere Dinge in dieser Zeit ab, aber ich betreibe kein Blog mit Erwachseneninhalt, womit Ihr also Euer Kopfkino beanspruchen müsst.

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Dies ist das Autorenblog von Caroline, die nicht nur ihre Kreativität auslebt, sondern ihr Unwesen auch als Kolumnistin mit Vorliebe für Politik treibt und süchtig danach, ist Wörter aneinanderzureihen. Vorwiegend für Fachartikel im Bereich Gesundheit und Wirtschaft. Mit dem Umstand, dass dadurch ihr erster Roman erst irgendwann fertig wird, hat sie mittlerweile gelernt zu leben.

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