Kritik


Im Laufe der Künstlerkarriere hat jeder damit zu tun, ob sie nun positiv ist oder negativ, konstruktiv oder destruktiv, angebracht oder überflüssig. Sobald man ein wenig Selbstvertrauen in das eigene Schaffen gefunden hat, treten die Werke an die Öffentlichkeit und treffen auf Meinungen.

Eine Freundin von mir kommentierte einen Artikel mit folgenden Worten: „Was Du da neulich geschrieben hast, war scheiße.“  Ohne näher darauf einzugehen; nicht einmal auf meine Nachfrage hin, was genau nicht gepasst hat.

Zuerst einmal ist man am Boden zerstört und schreibt/malt/tut schlimmstenfalls weiter. Der günstigere Fall wäre es aber, die Situation sofort zu betrauern und dann weiterzumachen. Mir fiel diese Situation erst wieder ein, als beinahe ein ganzes Jahr vergangen war und das macht die Sache erst schlimm. Nämlich deshalb, weil es im Unterbewusstsein vorhanden war und mich insgeheim blockiert hat.

So lange Euch Kritik schlimm trifft und Ihr sie nicht leicht beiseite schieben könnt, meidet Personen und Freunde (?), die Euch mit solcherlei beglücken.

Wenn Ihr wen gefunden hat, der konstruktive Kritik üben kann und dies in Worte und Erklärungen zu fassen in der Lage ist, die Euch beflügeln: nie mehr loslassen! Solche Menschen gibt es wenige und die sollt Ihr zu Euren Freunden zählen. Das hat nun nichts mit gut gemeintem Lob zu tun, sondern ist nach wie vor Kritik. Der Unterschied liegt nur darin, dass diese Kritik nicht brutal vor die Füße geworfen wird, sondern ein Gefühl vermittelt wie: „Hey, packen wir das an, was hältst Du von dieser Formulierung und wie könnte es ausgehen, wenn …. oder spiel doch mit den Satzbausteinen bis es ultimativ spannend klingt…“

Lasst Euch nicht den Spaß an der Kunst verderben, nicht wegen einer solchen Kritik (hinter der vielleicht oft nur Neid steckt?)

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Dies ist das Autorenblog von Caroline, die nicht nur ihre Kreativität auslebt, sondern ihr Unwesen auch als Kolumnistin mit Vorliebe für Politik treibt und süchtig danach, ist Wörter aneinanderzureihen. Vorwiegend für Fachartikel im Bereich Gesundheit und Wirtschaft. Mit dem Umstand, dass dadurch ihr erster Roman erst irgendwann fertig wird, hat sie mittlerweile gelernt zu leben.

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5 Gedanken zu „Kritik

  1. Hallo.

    Mit dem Problem werden die meisten konfrontiert, auch ich war irgendwann mal damit konfrontiert worden, als ich meine Geschichten in einem Forum eingestellt habe. Und das kommt meist sehr brutal. Ich meine man hat Zeit und Mühe investiert und natürlich findet man sein Eigenwerk TOP. Immerhin hat man dafür geblutet, zumindest wenn man es ernst mit gemeint hat. Umso schwerer nimmt man dann an wenn jemandem die Geschichte nicht gefallen hat und derjeniger es auch mal schreibt.

    Aber damit sollte man auch leben. Sich zu verkriechen und zu verstecken ist auch der falsche Weg denke ich. Schwerer finde ich persönlich wenn jemand gar nichts zu einem Werk sagt und es für sich behält. Dann lieber „Scheiße“. Dann weiß man zumindest woran man ist. Und zu verlangen, man solle bitte in allen Einzelheiten erklären finde ich als Zwang auch nicht Konstruktiv, der Autor soll ja nicht gestreichelt werden und alle Geschmäcker triffst du sowieso nicht. Nicht dass du mich falsch verstehst, klar freue auch ich mich wenn ich eine Rezension mit allen Punkten ausgeschrieben bekomme, aber erwarten sollte man es nicht.

    Und eins hast du Recht: Wenn man jemanden gefunden hat, der freiwillig ausführlich mit dir zusammenarbeitet, sollte man ihn nicht loslassen. Aber vor allem sollte man nicht zu große Erwartungen an sein Ego stecken, dass alle es plötzlich Super finden, denn meist ist das Werk es auch nicht, wenn viele schlecht finden und noch meister findet es man selbst, wenn man sein Werk später nochmal liest.

    • Viele Künstler haben bereits ein schlechtes Gewissen und hadern mit sich selbst, wenn sie überhaupt erst einmal beschließen kreativ zu sein und fast jeder weiß wovon ich spreche, denn sein Talent wiederzufinden ist oft ein schwieriger Prozess.
      Ich vergleiche die kreative Seele gerne mit einem schreckhaften Kind. Jetzt steckt dieses schreckhafte Kind seine Nasenspitze durch die Tür und jemand sagt laut: „Buh!“. Instinktive Reaktion? Rückzug. Das Kind muss erst selbstbewusst werden und in der Anfangsphase Unterstützung erfahren. Später, wenn es mitten im Raum steht, antwortet es mit einem „Bääähhhh!“

      Es ist schon klar, dass ein Werk nicht jedem gefallen kann, denn sonst ginge die Vielfalt verloren und als Künstler ist man angewiesen auf die Kritik um sich zu entwickeln, reifen zu können und in der Folge besser zu werden.
      Bevor man läuft, muss man sich zugestehen gehen zu dürfen – in diesem Sinne vermeide ich das Wort „schlecht“ und bezeichne es als „Gehversuche“ und lache darüber bzw. setze die Bausteine neu zusammen, damit die Hauswände nicht mehr so schief sind und das Haus ohne Stützmauer steht (oder statt fünf Stützen nur mehr drei braucht)

      Und vielen Dank für Deinen Beitrag.

      • Naja ich will janicht sagen, dass hart schlecht zu bewerten ohne weitere Kommentare immer gut ist, aber andererseits muss der Künstler sich nicht davon abschrecken lassen und es eher als Ansporn sehen, besser zu werden. Di Motivation muss von dem Künstler ausgehen und nicht von den Kritikern.

  2. Hallo Caroline,
    solche Kommentare ‚Was du schreibst ist scheißs‘ oder Ähnliches, beweist nur, dass der jemand entweder nicht sagen kann, was ihm nicht gefällt oder einfach nur seinen Senf abgeben wollte. Das ist sowas von oberflächlich, sinnfrei und niveaulos – aber gut, sowas gibt es leider. Zum Glück habe ich in dieser Richtung noch keine Erfahrungen gemacht, obwohl es mich tierisch ärgern würde, so etwas zu lesen – Ahhrrr!! Dasselbe läuft auch bei Buchrezensionen bei amazon ab, wenn andere ein Buch derart zerreißen, nur weil sie den Autor runtermachen wollen oder neidisch sind oder was weiß ich, was in deren Köpfen so herumspuckt.
    Dennoch es ist hart, aber wie du schreibst, sollte man es sich nicht allzu sehr zu Herzen nehmen.
    Auch wenn es schwer fällt…

    Liebste Grüße
    MiaNele

    • Aufstehen, Krone richten, weiterlächeln 😉
      Viele kritisieren auch gerne, weil sie es selbst gerne können würden aber nicht den Mut aufbringen, selbst anzufangen. „Ich könnte das besser und ich würde das so und so machen“, sind oft nur Zeichen von Neid und wenn man nach der „Watsche“ das sieht, hat man bereits gewonnen.

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