Herbstwege


Endlich, nach viel zu langer Zeit der Abstinenz und zahlreicher Über- und Umüberlegungen, trafen wir eine Entscheidung und fuhren in den Urlaub. Unspektakulär. Nach Kroatien ging es, aber die Strecke (bis Split) war ganz schön lang, so dass wir sie unterteilten. (Im Nachhinein betrachtet, fuhren wir schon beträchtlich mehr Kilometer in einem Stück, aber das ist eine andere Geschichte). Und deshalb habe ich auch drei Wochen nichts von mir hören lassen (aber auch geschrieben habe ich in dieser Zeit nichts, nur Ideen notiert und im Kopf schweifen lassen)

Der Neugier stets nachgebend, verspürte ich zwanghaft das Bedürfnis zu fotografieren. Alles und jeden und ähnliche Landschaften zu Hauf. (672, teils nichtssagende Bilder)

Zum Ausdruck brachten die Fotos dann auch meine Vorliebe für Straßenmusiker.

der-Mann-mit-der-Gitarre

Wie entzückt stand ich da, als ich entdeckte, dass auch die Instrumente auf der Straße lebten.

Straßenklavier

Das Urvertrauen der Besitzer, dass frei abgestellte Flügel nicht gestohlen werden, liegt vermutlich an der Architektur Dubrovniks, die es schlichtweg unmöglich macht, solcherlei unhandliche Dinge unbeobachtet an andere Orte zu bringen. Ortskundige fragen sich wahrscheinlich, wie dieses Ding auf den Platz kam.engeGassen

Bemerkenswert ist außerdem, wie die Stadt heute aussieht, wenn man die Schlacht vor rund 20 Jahren bedenkt.

Ansonsten spielen sich Künstlerurlaube in meinem Fall recht unspektakulär ab und ich habe nicht viel gemacht, außer jeden Winkel der Unterkunftsumgebung zu Fuß erkundet, fasziniert Häuserfassaden bewundert, Wein getrunken (ja, der Fisch hat ein Recht darauf, auch nach dem Tod zu schwimmen), auf’s Meer geschaut (kann ich stundenlang) und Fischen beim Schwimmen zugesehen, Karten gespielt mit meinem Mann, meditiert am Strand und ab und zu fotografiert.

Der Campingplatz in Split ist übrigens grandios und eine Ausnahmeerscheinung in Kroatien: sauber, tiptop alles in Schuss und ein traumhafter Strand ohne größere Steine im Wasser.

So, das war’s dann mit der Urlaubsberichterstattung und ich wünsche Euch Sehnsucht auf die nächsten Ferien, denn Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude.

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Dies ist das Autorenblog von Caroline, die nicht nur ihre Kreativität auslebt, sondern ihr Unwesen auch als Kolumnistin mit Vorliebe für Politik treibt und süchtig danach, ist Wörter aneinanderzureihen. Vorwiegend für Fachartikel im Bereich Gesundheit und Wirtschaft. Mit dem Umstand, dass dadurch ihr erster Roman erst irgendwann fertig wird, hat sie mittlerweile gelernt zu leben.